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Theaterstück über die Selbstorganisation der Arbeiter*innen in den 70er Jahren, reist von Chile nach Berlin

  • Foto del escritor: Tarea Urgente
    Tarea Urgente
  • 9 feb
  • 2 Min. de lectura

Colectivo Tarea Urgente (Chile)


Das chilenische Kollektiv Tarea Urgente präsentiert in Berlin seine Theaterproduktion Cordones Industriales, ein szenisches Forschungsprojekt, das sich mit der historischen Erfahrung der Industriegürtel (cordones industriales) in Chile zu Beginn der 1970er Jahre auseinandersetzt


 Es werden 6 Aufführungen im Grüner Salon der Volksbühne (26., 27. und 28. Februar) sowie im Berliner Ringtheater (12., 13. und 14. März) stattfinden.


Die Tour umfasst außerdem Gespräche, Workshops und die Vorführung eines Dokumentarfilms in Zusammenarbeit mit künstlerischen und sozialen Initiativen aus Berlin wie Rayuela Kollektiv e.V., dem Frauenchor Canto Diáspora, dem Bloque Latinoamericano Berlin, dem Houseclub des HAU und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


Das 2014 uraufgeführte Stück wurde auf wichtigen nationalen und internationalen Bühnen und Festivals gezeigt und vermittelt einen Teil der jüngeren chilenischen Geschichte, der vielen unbekannt ist, der uns jedoch erlaubt, über Organisationsstrategien nachzudenken, die auch heute relevant sein können – insbesondere angesichts des weltweiten Erstarkens der extremen Rechten.



Theater, Erinnerung und historische Forschung


Ausgehend von Archiven, Zeitzeuginnenberichten und kollektiven Schaffensprozessen entwickelt das Stück eine zeitgenössische Lesart von Arbeiterinnenorganisation, Volksmacht und Politisierungsprozessen von unten und stellt einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart her.


Fernab einer traditionellen historiographischen Rekonstruktion verbindet die Inszenierung Mittel des dokumentarischen und des physischen Theaters, um aktuelle Debatten aus der Perspektive der Geschichte zu aktivieren. In diesem Sinne versteht sich das Projekt als Teil einer Arbeitslinie, die die Bühne als Denkraum begreift, in dem Archive kein abgeschlossenes Objekt sind, sondern lebendiges Material, das sich in der Begegnung mit dem Publikum neu aktiviert.


Die Forschung zu den cordones industriales wird  in verschiedenen Formaten eingesetzt: Dokumentarfilm, Theaterstück, Buch, Performances, Interventionen im öffentlichen Raum sowie die Archiv-Ausstellung "Atando cordones“.



Aufführungen und Aktivitäten in Berlin



Theaterstück “Cordones Industriales” – Aufführungen

Auf Spanisch mit Untertiteln auf Deutsch und Englisch


26., 27. und 28. Februar 2026

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Ort: Grüner Salon, Volksbühne Berlin 


Tickets und Infos:





12., 13. und 14. März 2026

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Berliner Ringtheater


Tickets und Infos:





Workshop "Del archivo a la escena“

Auf Spanisch, auch Englisch möglich


Ein praxisorientierter Reflexionsworkshop für Personen, die sich für szenische Arbeitsmethoden auf Basis von Archiven, Erinnerungen und dokumentarischem Material interessieren.



01. März 2026 – 15:00–18:00 Uhr

Grüner Salon, Volksbühne Berlin


Anmeldung: tareaurgentecolectivo@gmail.com





Dokumentarfilm + Gespräch


01. März 2026 – 19:30 Uhr

Grüner Salon, Volksbühne Berlin


Dokumentarfilm "Cordones Industriales“ (2016),

Regie: Valeria Yáñez und Ana López


Gespräch:

Dr. Evelyn Hevia Jordán und Renata Puelma moderieren das Gespräch mit Valeria Yáñez, Regisseurin des Theaterstücks und des Dokumentarfilms. Zudem werden Vertreter*innen des chilenischen Exils in Berlin eingeladen, um einen generationenübergreifenden Dialog zu eröffnen.




Kontakt

Renata Puelma M. / +491748461755




 
 
 

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